Hach, ich wäre so gerne länger in Ägypten geblieben! Am liebsten wäre ich noch eine Woche in Kairo geblieben und hätte die die Gassen der Altstadt unsicher gemacht. Auch wenn ich zumindest einen winzigen Einblick in die noch schlafende Altstadt am an einem Freitag morgen bekommen habe, hätte ich doch zu gerne noch den Basar besucht, wäre ordentlich shoppen gegangen und hätte mich durch die kulinarischen Angebote probiert. Koshari steht da ganz an erster Stelle, denn was läge näher, als den Klassiker er ägyptischen Streetfood-Szene direkt vor Ort zu probieren?!
In Kairo wurde es leider nichts. Und ich habe den Verdacht, dass die Version, die es im Hotel gab möglicherweise nicht ganz authentisch war. Trotzdem war das Koshari ein voller Erfolg; insbesondere das kleine Früchtchen war völlig begeistert über die Kombination von Kichererbsen, Linsen, Reis und Nudeln – allesamt Lieblinge.

Bis es für mich ein Koshari in Kairo gibt, muss ich mich noch mit den Versionen begnügen, die ich aus verschiedenen Kochbüchern zusammengetragen habe. Seit Jahren begleitet uns die Version von Ottolenghi [klick]. Wie das häufig ist mit Rezepten aus der frühen Zeit, rollen sich mir heute fast die Fußnägel hoch, wenn ich die Fotos von damals wieder anschaue. Ansprechend ist anders…
So bietet es sich mehr als an, Koshari nochmal neu aufzulegen. Diesmal in einer Version nach Dyna Eldaief, die das Kochbuch „The Taste of Egypt“ kürzlich herausgebracht hat, nachdem sie in der arabischen Version von „The Taste“ mitgemacht hat.
Ihre Version mutet eher „basic“ an im Vergleich zu Ottolenghi, dennoch hat es mir insbesondere der Hinweis zum Schichten vor dem Servieren angetan (s.u.) und die „Spezialsauce“, die je nach Geschmack noch obendrüber gegeben wird. Meine kleine Änderung im Rezept war am Verhältnis von Reis/Nudeln zu Linsen/Kichererbsen – ich bin immer für mehr Kichererbsen und Linsen!
Ich glaube, meine Koshari-Lieblingsversion wird eine Mischung aus beiden Rezepten werden.

Koshari – a slightly different way
(leicht adaptiert aus „The Taste of Egypt“ von Dyna Eldaief)

für 6 Personen

200g braune Linsen
150g Basmatireis
150g Kichererbsen (gekocht oder aus der Dose)
120g Vermicelli-Pasta oder kleine Maccaroni

für die Tomatensauce:
1 EL Olivenöl
1 Zwiebel, fein geschnitten
2 Knoblauchzehen, gepresst
1 Dose Tomaten (á 400g)
1/4 TL Chilipulver
1/2 TL Cumin, gemahlen
1/4 TL Salz
etwas Pfeffer, frisch gemahlen
250ml Wasser

für die Spezialsauce:
1 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 TL Koriander, gemahlen
60ml Weißweinessig
eine Prise Salz und Pfeffer
250ml Wasser

für die Zwiebelgarnitur:
2 EL Olivenöl
4 kleine-mittlere Zwiebeln

Zuerst die Linsen in einem Topf mit 500ml Wasser etwa 20 Minuten mit Deckel köcheln, dann abgießen. Den Reis dazugeben mit etwas Salz und nochmal 500ml Wasser.

Wenn die Linsen aufgesetzt sind, die Tomatensauce, die Zwiebeln und die Spezialsauce zubereiten.

Für die Tomatensauce Olivenöl in einem Topf erhitzen und Knoblauch und Zwiebeln darin anbraten. Tomaten aus der Dose und die Gewürze dazugeben, gefolgt vom Wasser und bei kleiner Hitze 20 Minuten köcheln lassen.

Die Zwiebeln halbieren und längst in Streifen schneiden. Am besten in einer gusseisernen beschichteten Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 20 Minuten goldbraun braten.

Die Vermicelli oder Maccaroni in einem separaten Topf nach Packungsangabe kochen und abgießen.
Die Kichererbsen aus der Dose abschütten und leicht erhitzen.

Für die Spezialsauce in einem kleinen Topf das Öl erhitzen, dann den Knoblauch für zwei Minuten anbraten. Mit Essig ablöschen und mit dem Koriander, Salz und Pfeffer abschmecken. Beiseite stellen.

Zum Servieren die verschiedenen Zutaten in eine große Schüssel oder eine Auflaufform schichten:

1. Schicht: Linsen und Reis
2. Schicht: Nudeln (Vermicelli oder Maccaroni)
3. Kichererbsen
4. Tomatensauce
5. etwas Spezialsauce
6. angebratene Zwiebeln

Mit dem Rest der Spezialsauce servieren.