Chana-saag-quer

Aus dem Großbritannien-Urlaub zurück, bin ich seit Tagen vertieft in alle Kochbücher, die ich mitgebracht habe – und das sind erfahrungsgemäß nicht wenige…
Ganz undogmatisch versuchen wir den Fleischkonsum auf zweimal pro Woche zu beschränken, sodass ich immer auf der Suche nach neuen Ideen für vegetarische Küche bin.
Dazu muss es in der Woche auch schnell gehen, denn obwohl halb Deutschland jetzt in den Ferien ist, hat uns der Alltag schon wieder fest im Griff.

Gerade ist „Fresh India“ von Meera Sodha herausgekommen, das sich rein der vegetarischen indischen Küche widmet.
„Quick, easy and delicious vegetarian recipes for every day“ heißt es auf dem Cover – das kommt doch wie gerufen!
Gute indische Küche ist in Großbritannien ja überall präsent. Beim Gang über die Brick Lane, der wohl bekanntesten Straße im Londoner East End, mit ihren unzähligen südasiatischen Restaurants und Läden, hätte ich am liebsten den Rest des Tages nur mit Essen verbracht.
Auch beim Lieferservice Deliveroo findet man eigentlich überall (bis auf´s schottische Hochland) einen oder mehrere indischen Restaurants. Und auch das gelieferte Essen kann nach unserer natürlich total repräsentativen Stichprobe durchaus überzeugen. Das wünsche ich mir auch hier! (Ja, die ewige Leier… 😉 )
Solange koche ich eben selbst. Dieses erste Gericht aus „Fresh India“ macht es einem wirklich leicht und hält, was versprochen wurde. Ich habe nur etwas mehr Gewürze genommen und die Menge der Kichererbsen reduziert – passte mir so besser mit der Balance. Eindeutig schnell, leicht und lecker! Wird es bald wieder geben!

fresh India

 

Chana Saag {Curry aus Kichererbsen, Spinat und Tomaten}
(adaptiert aus „Fresh India“ von Meera Sodha)

für 4-5 Personen

2 EL Olivenöl
1 TL braune Senfsaat
1 TL Kreuzkümmelsamen
2 große Zwiebeln, fein geschnitten
5 Knoblauchzehen, fein geschnitten oder gepresst
2cm Ingwer, gerieben oder im Foodprocessor fein gehackt
1 Dose Tomaten á 400g
1 Dose Kichererbsen á 400g, abgegossen
1 1/2 TL Koriander, gemahlen
1 TL Chilipulver (wenn Kinder mitessen, das Chilipulver erst gegen Ende dazugeben und vorher eine entsprechende Portion beiseite stellen)
1/2 TL Kurkuma
1 TL Salz
500g Babyblattspinat gewaschen

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Senfsaat und Kreuzkümmel hineingeben. Den Deckel auflegen. Wenn die Senfsamen poppen (that´s the term), die Zwiebeln dazugeben.
Bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren goldbraun anbraten, dann Ingwer und Knoblauch dazugeben und weitere drei Minuten anbraten.
Nun die Dosentomaten in die Pfanne geben, die Dose zu einem Drittel mit Wasser füllen und auch das in die Pfanne geben.
Etwa zehn Minuten lang köcheln lassen, sodass die Konsistenz recht dickflüssig, eher pastig ist. Die Kichererbsen dazugeben und einige Minuten erhitzen lassen. Dann die Gewürze incl. Salz zugeben. Wenn Kinder mitessen, erst alle anderen Gewürze dazugeben und eine entsprechende Portion abnehmen, dann das Chilipulver unterrühren.
Zum Schluss den Spinat, ggf. in mehreren Etappen in die Pfanne geben. Die Menge wirkt nur am Anfang groß, sobald der Spinat zusammengefallen ist, passt es ausgezeichnet.
Etwa fünf Minuten köcheln lassen, dann ggf. noch mit Salz abschmecken. Schon fertig.

Mit Basmatireis servieren.