Shirin-polo-quer

Das Basteln am ersten Teil des Reiseberichts meiner Iran-Reise dauert viel, viel länger als gedacht… Aus mir will halt einfach kein Reiseblogger werden. Hab ich noch nie hingekriegt und kriege ich jetzt irgendwie auch nur mit größter Mühe hin. Daher erstmal „back to the roots“ und – natürlich –  wird ein persisches Gericht verbloggt, das uns sofort schwer begeistert hat und ein fester Bestandteil des Sommers werden wird.

Shirin Polo heißt „Süßer Reis“, ist aber keineswegs ein Dessert, sondern ein Reisgericht mit Karotten, das mit Mandeln, Pistazien und Orangenschalen verfeinert wird. Für die Süße kommt noch etwas Honig dazu. Abgerundet durch Zimt, Kardamom, Kurkuma – und natürlich Safran!
Klassisch wird Shirin Polo mit Hühnchen gegessen. Aber ich finde, dieser Reis kann sich auch gut alleine behaupten, liebend gerne zum Beispiel in der Lunchbox. Insbesondere aber beim Grillen hat er den perfekten Auftritt! Bei uns konnte keiner genug davon kriegen.

 

Shirin-polo-hoch

Shirin Polo {süßer Reis}
(leicht adaptiert aus „The New Persian Kitchen“ von Louisa Shafia)

für 4-6 Personen

2 Teetassen Basmatireis
2-3 Karotten, in Stifte gehobelt
1 Zwiebel, fein geschnitten
2 EL Butter oder Kokosöl
1/2 cup Mandel, fettfrei geröstet und grob gehackt
1/3 cup Pistazien, in Stiften oder grob gehackt
1 EL Orangenschalen, getrocknet (aus dem persischen Supermarkt oder Internet)
1 EL Bitterorangenschalen, getrocknet (s.o.)
1 EL Zucker
1 TL Zimt
1 TL Kardamom, gemahlen
1/4 TL Kurkuma
1/4 cup Honig
Salz
1/2 TL Safranfäden, mit etwas Zucker gemörsert

ein paar Pistazien und Mandeln zur Deko

Den Reis in eine Schüssel geben und mehrmals mit jeweils frischem Wasser waschen, bis das Wasser klar bleibt. Dann mit 1 EL Salz in einen großen Topf geben und diesen gut mit Wasser füllen. Den Reis sprudelnd al dente kochen. Das dauert je nach Reissorte zwischen 8 und 15 Minuten – Bissprobe machen!
Während der Reis kocht, den Topfboden dünn mit Wasser bedecken, einen EL Öl hineingeben und die Hälfte des gemörserten Safrans darauf verteilen.
Den gekochten Reis abgießen, in den beschichteten Topf geben, gleichmäßig verteilen und glätten.
Den Topf zurück auf den Herd stellen und mit einem Holzstäbchen 6-8 Löcher senkrecht in den Reis bis zum Topfboden bohren, damit der Dampf sich besser verteilen kann. Ein paar Butterflocken auf dem Reis verteilen.
Bei mittlerer bis starker Hitze so lange warten, bis der Reis zu dampfen beginnt. Dann den Topfdeckel in ein Geschirrtuch einschlagen und fest auf den Topf setzen. Nach einigen Minuten, wenn der Topfdeckel richtig heiß ist, die Hitze reduzieren und bei niedriger Hitze ca. 30 Minuten dampfen lassen.
Dabei den Deckel auf gar keinen Fall abnehmen – sonst wird das nichts mit der Kruste!

Während der Reis gart, die Zwiebel in Butter oder Kokosöl ca. 10 Minuten lang auf mittlerer Hitze anbraten. Dann Karotten, Mandeln, Zimt, Kardamom, und Kurkuma dazugeben und unter rühren ca. 10 Minuten lang anbraten.
In dieser Zeit die getrockneten Orangenschalen mit einer halben Tasse Wasser und 1 EL Zucker in einem Topf geben und etwa fünf Minuten lang kochen lassen. Dann die Orangenschalen abgießen und zu den Karotten in die Pfanne geben.
Jetzt auch Pistazien und Honig dazugeben, salzen und 2 Minuten lang unter Rühren anbraten.

Den Reis, sobald er fertig ist, in eine große Schüssel stürzen und mit einem Löffel auflockern. Die Karottenmischung dazugeben, wie auch den Rest des Safrans und gut durchrühren. Mit Salz abschmecken und mit den restlichen Mandeln und Pistazien garnieren.

Passt perfekt zum Grillen, z.B. zu Hühnerspießen.

Nushe jan – guten Appetit!

Lust auf mehr persische Küche? Dann guck mal oben bei „Rezepte“ unter „Länderküche“>“Iran“, dort gibt es eine ständig wachsende Anzahl von persischen Gerichten.