Ezogelin-Suppe-quer

Ganz ehrlich – Schnee oder Schneeregen Ende April?! Einfach nur eine Zumutung.
Als einzig Gutes bleibt, dass es vor dem Sommer nochmal ein paar Suppen gibt. Klar kann man Suppe auch im Sommer essen, aber irgendwie ist mir da weniger nach.

Dies gibt mir aber die Gelenheit, noch schnell diese wunderbare – wenn auch optisch nicht so beeindruckende – Suppe zu teilen.
Um die Figur der Braut Ezo ranken sich anscheinend die unterschiedlichsten Geschichten; allein in meinem beschränktes Repertoire an türkischen Kochbüchern finden sich immerhin zwei vollkommen verschiedene Versionen. Die leicht schnoddrige Version von Sally Butcher im grandiosen Kochbuch „Veggiestan“ gefällt mir am besten und möchte ich Euch nicht vorenthalten:

„Sie war angeblich eine schöne junge Frau aus dem Süden der Türkei, die an der Heiratsfront nicht allzu viel Glück hatte. Ihr erster Mann war ein Schuft, der zweite brachte eine schreckliche Schwiegermutter mit in die Ehe. Sie bekam neun Kinder und starb jammervoll und viel zu früh. Diese Suppe spiegelt ihre Mühen, besagter Schwiegermutter zu gefallen.“

Keinesfalls sollte man auf das Topping mit der Paprikaminze verzichten – die verleiht der Suppe definitiv das besondere Extra!

Ezogelin-Suppe-hoch

Ezogelin Suppe
(adaptiert aus „Veggiestan“ von Sally Butcher)

für 4 Personen

3 EL Olivenöl
1 EL Butter
1 Zwiebel, fein gehackt
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 Dose Tomaten á 400g
1/2 TL Kreuzkümmel
1 EL Paprikapulver
1 EL Tomatenmark
1 EL Biber salcasi (scharfe Paprikapaste) aus dem türkischen Supermarkt
400g rote Linsen
100g Langkornreis
100g grober bis mittlerer Bulgur
2,5l Gemüsebrühe
Salz und Pfeffer

für das Topping:
1 EL getrocknete Minze
1/2 EL Paprikapulver
2 EL Butter

Dazu passt Joghurt und Fladenbrot oder Pide.

In einem großen Topf Butter und Olivenöl erhitzen und Zwiebeln und Knoblauch darin anbraten. Mit den Dosentomaten ablöschen und Kreuzkümmel, Paprikapulver, Paprikapaste, Tomatenmark, sowie Linsen, Bulgur und Reis dazugeben. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Suppe aufkochen lassen und bei geringer Hitze etwa 40 Minuten köcheln lassen. Ggf. noch etwas Wasser hinzufügen, wenn die Suppe zu dickflüssig ist und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Während die Suppe kocht, die Paprikaminze für das Topping vorbereiten. Dazu in einem kleinen Topf die Butter schmelzen. Sobald sie schäumt, die Minze und das Paprikapulver unterrühren und etwa eine Minute lang rühren.
Die Suppe mit der Paprikaminze garnieren und z.B. mit Joghurt und Fladenbrot servieren.