Freunde heiraten? Ich muss backen! Und am besten jedesmal etwas anderes. Doch was tun, wenn die Hochzeit am anderen Ende Deutschlands stattfindet und weder Kühlschrank noch Küche dort vorhanden sind? Eine fahrbare Küche zu mieten war irgendwie keine Option…

Zum Glück brachte mich die Trauzeugin auf die Idee mit den Cookies! Nach ausgiebiger Recherche stand der Plan: Cookies in Herzform als Braut und Bräutigam verziert. Einige Tage und einige Erfahrungen weiter fällt mein Fazit so aus: schöne Idee, nur für ruhige Hände, besser nicht (wie ich) auf die Generalprobe verzichten und vor allem: eher was für´s Auge als für den Gaumen.
Mit einer Hochzeitstorte

[klick] (selbst mit Fondant…), mit Cake-Pops [klick] oder mit Cupcakes [klick] [klick] können es die Keksegeschmacklich leider nicht aufnehmen. Aber das spielte auch keine Rolle, denn gutes Essen gab es reichlich!

Herzlichen Glückwunsch nochmal, Katharina und Bartosz! Ein rauschendes Fest mit einem wunderschönen Brautpaar!

 

Hochzeitscookies1

Hochzeitskekse: Braut & Bräutigam
(Idee von taylormadetreats.com [klick], Cookie-Rezept von Annies eats [klick], Royal Icing Rezept und Anleitung von Joy of Baking [klick] und Annies eats [klick])

Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber eine Mini-Anleitung muss sein – auch als Erinnerung für den Fall, dass ich jemals wieder Cookies dekorieren sollte…
Die Kekse sollte einige Tage vor dem Event (bis zu einer Woche davor) gebacken werden, damit noch genügend Zeit zum Dekorieren bleibt. Das Rezept von Annies eats (s.o.) hat hervorragend funktioniert; die Hälfte des Teiges habe ich für den Bräutigam mit Kakaopulver eingefärbt, da ich so wenig schwarzes Icing wie möglich verwenden wollte.

Beim Icing habe ich beide Varianten mit Eiweiß und mit Meringue Poweder (Eiweißersatz) ausprobiert und für die zu verschenkenden Kekse dann Meringue Powder verwendet, da hier kein Salmonellen-Risio besteht. Aber ich muss sagen, dass das Dekorieren und das Endergebnis mit dem Eiweiß-Icing viel besser war. Vielleicht auch nur ein Zufall.
Für den Fall, dass ich tatsächlich nochmal solche Kekse mache, werde ich pasteurisiertes Eiweiß aus dem Großhandel verwenden.

Hochzeitscookies2

Zum Einfärben des Icings habe ich – schweren Herzens – wie überall empfohlen Gel-Farbe verwendet.
Bei Keksen und Cupcakes bin ich oft schockiert angesichts der Farben und der Mengen, mit denen gerade in den USA gearbeitet wird. Die Amis haben da ja keinen Vertrag mit…
Aber um leuchtende, intensive Farben hinzukriegen, braucht es eben etwas mehr als die Farbe aus dem Bioladen.
In Zukunft herrscht aber hier weiterhin das Motto: weniger Chemie ist mehr.
Gel-Farbe gibts hierzulande im Internet mittlerweile bei vielen Anbietern zu erstehen. Ich habe die von Wilton verwendet, denn da gibt es eine Box mit acht Farben, sodass man nicht alle einzeln kaufen muss.

Beim Dekorieren habe ich mich an die Tipps von Annie (s.o.) gehalten – mehr braucht man eigentlich nicht zu wissen. Dennoch würde ich nach meinem ersten Versuch mit Royal Icing auch empfehlen, das Ganze doch vorher einmal auszuprobieren, bevor man etwas verschenken möchte.
Sonst wird Royal Icing ganz schnell zu Royal Pain!

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