Wer sagt, dass Eis am besten im Sommer ist, hat noch nie Maronen-Eis gegessen. Eine Geschmacksrichtung, die per se mit dem Winter und vor allem mit der Vorweihnachtszeit verbunden ist. Und da die Eismaschine dieser Tage ein eher tristes Dasein fristet, musste nach einem (leider nicht festgehaltenen) Lebkuchen-Eis zu Weihnachten eine weitere Geschmacksrichtung her. Gerade noch rechtzeitig zu Silvester hatte ich die lang geplante Crème de marrons

[klick] endlich abgefüllt und parat.
Ein festliches, winterliches Dessert, das durch das Hinzufügen von nicht ganz fest geschlagener Sahne vor dem Gefrieren noch cremiger wird.
Endlich eine Verwendung von Maronen, die mich überzeugt!

Maronen-Eis


Maronen-Eis

(adaptiert von Paules Blog)

1 Portion Crème der Marrons [klick] 80 g dunkle Schokolade
250 g Vollmilch
400 g Sahne
40 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
3 ganze Tonkabohnen
4 frische Eigelb

Die Milch und die Hälfte der Sahne mit Salz und Tonkabohnen in einem Topf erhitzen, bis sie die Mischung zu dampfen beginnt, aber noch nicht kocht. Von der Kochstelle nehmen und 30 Minuten ziehen lassen. Länger ist auch ok.

Die Schokolade hacken und beiseite stellen.
Dann die Eigelbe mit dem Zucker in einer Schüssel verquirlen. Langsam die Milch/Sahne zu den Eigelben geben. Dabei kontinuerlich rühren, sonst gibt´s Rührei und man kann von vorne beginnen.
Sobald das Ei mit etwa der Hälfte der Milch/Sahne temperiert ist, alles wieder in den Topf geben und erhitzen.
Hierfür benutze ich gerne ein Thermometer, denn die Masse darf nicht heißer als 83°C werden, sonst gibt es wieder Rührei. Sobald höchstens 82°C erreicht sind, den Topf von der Herdplatte nehmen und die Schokolade und die Crème de Marrons mit dem Schneeebesen unterrühren. Dann die Masse durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen.
Die Tonkabohnen abwaschen und trocknen, so kann man sie wiederverwenden.
Die Eismasse am besten im kalten Wasserbad mit Eiswürfeln abkühlen, dann in den Kühlschrank stellen und mindestens 6 Stunden kühlen, am besten über Nacht.
Den Rest der Sahne nicht ganz fest schlagen und vor dem Frieren unter die Eismasse rühren.
Dann das Eis in der Eismaschine gefrieren, in eine Box oder Form füllen, mit Klarsichtfolie abdecken und noch einige Stunden im Gefrierschrank nachhärten lassen; am besten 4 oder mehr, aber mindestens 2 Stunden. Kommt auch ein bisschen auf die Leistung des Gefrierschranks an.